Standortwahl

1. August 2010

Teaser NL 3Newsletter 3, August 2010

Eine der wichtigsten Fragen bei der Vorbereitung auf verschiedene Krisenszenarios ist die Frage nach dem Standort. Wenn es eng wird, ist es dazu allerdings zu spät - deshalb sollte man nach geeigneten Plätzen und Gegenden Ausschau halten, solange noch Geld und Möglichkeiten vorhanden sind. Der Newsletter berichtet von privaten Erfahrungen bei der Standortwahl und listet die wichtigsten Kriterien auf.

Preisfrage: Wo wären Sie am liebsten, wenn es in Ihrer Stadt ungemütlich wird, zum Beispiel durch einen atomaren GAU, ein Erdbeben oder ein Bombenattentat?

Richtig! Die Antwort muss natürlich lauten: Weit weg. Nachdem wir aber leider nicht wissen können, wo das Schicksal als nächstes zuschlagen wird, können wir nur mit Wahrscheinlichkeiten rechnen: Wo wird es wahrscheinlich nicht passieren, bzw. wo wären Katastrophenfall die besten Überlebenschancen?

Dies führt uns wiederum zu der Einsicht, dass das Leben in Ballungsräumen als weit gefährlicher einzustufen ist, als in dünn besiedelten Gebieten. Wenn es gefährlich wird, dann wird es in Berlin, Hamburg oder im Ruhrgebiet schätzungsweise sehr gefährlich werden, während man A** der Welt vielleicht noch gar nicht recht realisiert, was eigentlich abgeht.

Es scheint, als würde es beim Thema Vorsorgeplanung um die drei gleichen Hauptfragen gehen wie beim Immobiliengeschäft: Erstens Standort. Zweitens Standort. Drittens Standort. Die Frage, wo wir uns im Krisenfall befinden wollen, verdient die bestmögliche Antwort. Und die kann vernünftigerweise nur lauten: Abseits der Ballungsräume. Das Problem dabei ist nur: Selbst wenn man diese Einsicht ernst nimmt, ist die Frage „Wo genau?“ deshalb noch lange nicht beantwortet – ganz zu schweigen von allen möglichen Vorbereitungen, die es im Einzelfall brauchen mag, bis man dann wirklich umzieht.

Bei uns jedenfalls bedeutete die Suche nach der richtigen Lösung einen Suchprozess, der uns im Laufe von vier Jahren in verschiedenste Länder und Gegenden schickte: Portugal haben wir uns angesehen; die Pyrenäen; Andorra; Südfrankreich; die Schweiz; das Waldviertel in Österreich und das Burgenland; den deutschen Harz wie auch die Sächsische Schweiz. Es dauerte unendlich lange, bis wir über die Phase mit den “Rosinen im Kopf” bei den realistisch machbaren Optionen gelandet waren. Die Frage ist, ob jemand, der erst spät im Jahr 2010 mit diesen Überlegungen beginnt, sich noch so lange aufhalten sollte. Um Ihnen vielleicht etwas Zeit zu sparen, hier ein Kurzdurchlauf unseres eigenen Erkenntniswegs:

  • Auswandern in ein anderes Land konfrontiert einen – mit Ausnahme von Österreich und der Schweiz – sofort mit der Sprachbarriere; und die kann für verschiedene Familienmitglieder verschieden hoch sein. Beziehungsweise unüberwindlich. Bedenken Sie vor allem die Erfordernis, in diesem fremden Land Geld zu verdienen: Mit holprigen Sprachkenntnissen bleiben da meist nur Jobs auf ganz niedrigem Niveau, und auch eine eigene Firma zu führen wird schwierig, wenn man sprachlich immer der Ausländer ist. Ziele wie Portugal oder Frankreich, aber auch ganz Südamerika, waren damit bei genauerer Betrachtung für uns eigentlich obsolet geworden.
  • Die Schweiz käme unter dieser Prämisse zwar in Frage, fiel aber, genau wie Österreich, dann letztlich aus einem ganz unerwarteten und schnöden Grund durch das Raster: Als Verlag sind wir nämlich in ganz hohem Maß an unsere Software gebunden, in der wir alle betriebswirtschaftlichen Dinge erledigen. Und die, stellte sich heraus, lässt sich nicht auf einen ausländischen Mehrwertsteuersatz umstellen. Eine andere Software zu kaufen, scheiterte an fehlenden Alternativen – unglaublich, aber wahr.
    Das soll allerdings nicht heißen, dass die Schweiz und Österreich nicht für Andere eine interessante Option bilden könnten. Selbstständige mit eigener Firma dürften mit den Einwanderungsbedingungen der Schweiz weniger Schwierigkeiten haben als Angestellte. Ein Freund hat die Auswanderung in die Schweiz samt Firma gerade erfolgreich durchgezogen, wobei ihn die hohen Mieten und überhaupt die Schwierigkeit, eine geeignete Wohnung zu finden, fast an den Rand der Liquidität brachten.
    Österreich scheint mir da wesentlich einfacher zu sein, da man als EU-Bürger nichts weiter tun muss, als seinen Wohnort neu anzumelden. Doch auch Österreich und die Schweiz sind groß, wenn es darum geht, eine geeignete Wahl für den Aufbau der neuen Existenz zu treffen. Welche Orientierungshilfen gibt es noch? Für uns erwies es sich bei jeder der von uns untersuchten Optionen als wichtig, uns immer wieder zu vergegenwärtigen, welche Kriterien wir bisher als wichtig bzw. absolut notwendig eingestuft hatten, und diese Kriterienliste wuchs dann mit jedem neuen Anlaufversuch. Ich versuche mal, sie jetzt noch zu rekonstruieren.

Kriterienliste für die Suche nach einem neuen Standort

  1. Der neue Standort muss finanzierbar sein in Bezug auf allg. Lebenskosten und Quadratmeterpreise. (Das war’s dann bei uns für die Schweiz, ganz abgesehen von unserem Problem mit der Software.)
  2. Der Lebensunterhalt muss an der neuen Stelle ohne große Schwierigkeiten und Risiken möglich sein. (Schon mal einen deutschen Verlag von Südamerika aus geführt? No way, José.)
  3. Ballungsräume sollten natürlich auch an der neuen Stelle vermieden werden – wozu sonst der ganze Umzug? Daher muss das Land entsprechend attraktive Landstriche mit Survival-Wert aufweisen. Portugal, Südfrankreich und insbesondere die Pyrenäen kamen hier für uns in Frage, aber nur bis wir Punkt 4 ernst zu nehmen begannen:
  4. Ausländer sind prinzipiell im Nachteil, und im Krisenfall wahrscheinlich ganz besonders. Je länger ich über diesen Punkt nachdachte, desto mehr wurde ich davon überzeugt, dass ich seine Bedeutung kaum überschätzen konnte. Daher schien mir letztlich ein neuer Standort im eigenen Land eigentlich zu bevorzugen, es sei denn, man ist entweder sehr jung oder das Zielland zeichnet sich durch besondere Freundlichkeit gegenüber Ausländern aus. (Sprechen Sie über diesen Punkt mal mit jemandem, der länger in Thailand gelebt hat - dann werden Sie auch diese Option abhaken.)
  5. Atomkraftwerke sollten möglichst weit weg sein. Hilfreich bei der dementsprechenden Analyse waren für uns verschiedene Karten im Internet, die man mit Google leicht findet, zum Beispiel diese hier von Robin Wood:
    Atomkraftwerke-266x300
    Vergessen Sie dabei allerdings nicht, dass ein Atom-Unfall im Nachbarland ähnlich katastrophale Auswirkungen haben könnte. Daher würde ich raten, bei der Standortwahl auch Karten der Nachbarländer mit in die Überlegungen einzubeziehen. Diese Überlegung war bei uns dann das “Aus” für den Bayrischen Wald.
  6. Auch andere, schon jetzt bekannte Schauplätze für potentielle Umwelt-Desaster müssen vermieden werden. Ich erinnere mich beispielsweise, wie wir stolz auf dem mutmaßlich schönsten Grundstück von Quedlinburg standen, von dessen erhöhter Lage man weit in den Harz sehen konnte. Ein kleiner Bach lief durch das Grundstück, zwei(!) Bauplätze hätte es dort gegeben, und ein recht ansehnliches Gartenhaus aus Stein. Wir waren drauf und dran, dieses Grundstück zu kaufen und ein Haus neu draufzusetzen. Nur noch wenige Tage waren bis zur Unterschrift des Kaufvertrages. Dann wurde ich auf das Thema „Asse“aufmerksam: Macht es wirklich Sinn, sein ganzes Geld auf ein Stück Land zu setzen, das nur 30 km von einer Sondermüll-Deponie gigantischen Ausmaßes entfernt liegt? Einem atomaren Endmüll-Lager, das auch noch leckt und einsturzgefährdet ist, dessen Sanierung Milliarden kosten würde und die wahrscheinlich erst am Sankt Nimmerleinstag je erfolgen wird? Auf dem Grundstück in Quedlinburg gab es unter anderem ein Pony und viele seltene Vögel, denn ein Teil des Grundstücks stand unter Naturschutz. Die Aussichtsplattform hatte bereits mehreren Filmen als Vorlage gedient. … Es ist nicht immer leicht, der Vernunft zu folgen, insbesondere, wenn man bereits dreieinhalb Jahre lang gesucht hat und gerade dachte, man sei endlich angekommen.
  7. Fluchtwege in andere Länder? Wenn Sie mitten in Deutschland sitzen aber raus wollen, ist der Weg zur nächsten Grenze unter Staubedingungen vielleicht zu weit. Ein Wohnort mit nahegelegenem Hafen wäre da schon sehr praktisch – zumindest in einem Szenario, bei demÜberflutungen keine Rolle spielen. Nahe gelegene (grüne) Grenzen wären sicher auch von Vorteil … je nachdem, welche Krisensituation Sie für wahrscheinlich halten.
  8. Krisenszenarios und resultierende Strategien: Nachdem ich mehrere Jahre damit verbracht habe, verschiedene Krisenszenarios und deren Wahrscheinlichkeiten abzuwegen und mir angesehen habe, zu welchen Schlüssen andere Leute gekommen sind, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen, würde ich zu folgenden Generalisierungen neigen:
    • Ballungsräume sind in jedem Fall zu vermeiden.
    • Wenn Sie ein „Wassertyp“ sind, d.h. etwas von Seefahrt verstehen oder zumindest sich vorstellen könnten, längere Zeit auf einem Boot zu verbringen, dann könnte es von Vorteil sein, sich in Richtung Küste zu orientieren. Vorteil: In einem Szenario, bei dem der Staat verrückt spielt (denken Sie an unser aller Angst vor einer Zwangsimpfung im letzten Herbst wäre der Seeweg vielleicht noch die beste und unmittelbarste Art, sich schnell davon zu machen. Nachteil: Bei einem Tsunami oder Überschwemmungs-Desaster müssten Sie das Boot quasi schon im Garten liegen haben, um es noch rechtzeitig besteigen zu können. Das istübrigens mein voller Ernst, und ich kenne mehrere Leute, bzw. Projekte, bei denen genau dies den Kernpunkt der Überlebensstrategie bildet. Clif High von Halfpasthuman gehört beispielsweise zu dieser Sorte.
    • Bergregionen bilden das andere Attraktorfeld für Wohnortverlagerungen. Vor Tsunamis ist man hier sicher, das ist auf jeden Fall ein Vorteil, und man muss sich nicht mit dem wenigen Platz beschränken, den ein Boot bietet. Unterm Strich scheint mir, dass mehr Überlebensprojekte sich für diese Alternative entschließen, und auch für mich fiel die Wahl letztlich auf Berge. Doch natürlich gibt es auch hier innewohnende Gefahren, die man nicht übersehen darf. In erster Linie würde ich hier ein Szenario bedenken, bei dem eine Blitz-Eiszeit oder auch nur ein außergwöhnlich heftiges Unwetter die Berge mit so viel Schnee eindeckt, dass dort jeder erfriert, der nicht über multiple Strategien des Heizens verfügt. (Dazu kommen wir noch in einem künftigen Newsletter.)
  9. Feinstoffliche Kriterien: Wenn es dann um die genauere Auswahl ging, bemühten wir übrigens auch Kriterien in unserer Liste, die wir anderen Zeitgenossen vielleicht als komplett irrational erscheinen mögen. Nennen Sie mich ruhig einen Schwachkopf, aber der Kauf einer Immobilie dürfte für die meisten Menschen ein „critical Life Event“ darstellen, bei dem Fehler sich in der Regel als sehr, sehr langläufig und extrem schwer korrigierbar erweisen. Einer meiner Alpträume in dieser Zeit bestand darin, irgendwann aufzuwachen und festzustellen, dass ich unser gesamtes Geld (und noch viel mehr!) in ein Objekt investiert habe, das uns unglücklich macht. Unter solchen Umständen neige ich dazu, wirklich alle Register zu ziehen, wenn es darum geht, die richtige Entscheidung zu finden. Ein Punkt war hier beispielsweise die “astrologische Verträglichkeit” des angepeilten Zielortes. Es könnte nämlich sein (und dies deckt sich voll und ganz mit meiner bisherigenLebenserfahrung), dass verschiedene regionale Zonen unterschiedliche Auswirkung auf das subjektive Wohlbefinden haben. In anderen Worten: Am einen Ort wird man glücklich, und der andere bringt einen um. Da ich selbst keinerlei praktische Kenntnisse in Astrologie besitze, habe ich einen kostenlosen Service der Website Astrodienst in Anspruch genommen. Dort kann man unter dem Stichwort „Reisen“ verschiedene Zonen der Welt auf Verträglichkeit mit den eigenen Koordinaten prüfen. Besonders kniffelig wurde es, als wir mit Hilfe dieser Funktion gemeinsam-günstige Zonen für verschiedene Familienmitglieder finden mussten.

Ein weiteres Kriterium in dieser Rubrik stellt für uns die Frage dar, ob das angepeilte Objekt über günstiges Feng Shui verfügt. Wobei ich Ihnen hier den Tipp geben möchte, dass in punkto Feng Shui mehr Dilettanten als Könner unterwegs sind und ich hier gelernt habe, dass es am Besten ist, mein eigenes Urteil zu schulen, als auf teure „Experten“ zu vertrauen, die irgendwo einen Schnellkurs durchlaufen haben. Nach langjähriger Betrachtung des Themas Feng Shui bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass das beste Feng Shui eigentlich aus Indien kommt und unter dem Namen Vastu zu finden ist. Hier kann ich Ihnen nur wärmstens ein Buch von Markus Schmieke empfehlen, das für uns seit Jahren als Ratgeber in allen Fragen der Raumgestaltung dient – und auch für die grundlegende Bewertung unserer angepeilten Immobilien immer wieder zu Rate gezogen wurde. Bis jetzt, eineinhalb Jahre nach dem Erwerb unseres Hauses, haben wir unsere Entscheidung keine Sekunde bereut.

Krisenpläne für knappe Budgets

Bis hierher haben sich meine Empfehlung hautpsächlich an Leute gerichtet, die sich in der glücklichen Lage befinden, über genügend (finanzielle) Freiheitsgrade zu verfügen, um entweder einen Umzug oder gar einen Immobilienkauf ins Auge zu fassen. Das gilt leider nicht für jeden, und deshalb wären ein paar Low-Budget-Tipps an dieser Stelle sicherlich auch noch angebracht. Also dann:

Mehr finanzieller Spielraum durch gestärkte Familienbande: Ich bin immer wieder erstaunt, wie gering die Anzahl der Menschen in unserer Kultur geworden ist, die bereit sind, ein Lebensmodell in Betracht zu ziehen, bei dem ihre Eltern eine Rolle spielen. Es scheint, als hätte jeder Einzelne seinen eigenen, ganz individuellen Grund, warum das in seinem Fall leider ganz ausgeschlossen sein muss. Ich würde jedenfalls darauf tippen, dass 95% dieser Argumente irgendwie psychologisch untermauert sind: Man ist zerstritten, würde sich unnötig eingeschränkt fühlen, braucht einen gewissen Abstand … was auch immer die Menschen für Erklärungen dafür erfinden können, um die Tatsache zu begründen, dass die traditionelle Struktur des Familienverbands für sie in her heutigen Zeit „untragbar“ geworden sei. Mir ist der globale Trend zur Kleinstfamilie bzw. zum Single-tum schon seit Längerem suspekt geworden – egal wie sehr ich mich mit dieser Einstellung auf der Seite der politisch unkorrekten Minderheit befinde. Auffallend ist für mich jedenfalls, dass gerade in Zeiten um sich greifender Armut sich niemand daran zu erinnern scheint, dass über weite Strecken der Menschheitsgeschichte es als Gebot der Vernunft erschien, den Familienclan als wichtigstes Überlebensmittel anzusehen – ganz abgesehen von der emotionalen und menschlichen Seite. Dass alte Menschen in den allermeisten Fällen in einem Heim landen und dort elend zugrunde gehen, ist in meinen Augen einfach eine Schande unserer Kultur. Für meine Frau und ich bedurfte es keiner langen Diskussion, um uns darüber klar zu werden, dass es für uns nur wenig Einschränkung aber im Gegenzug in vieler Hinsicht eine Verbesserung darstellen würde, meine Mutter einzuladen, mit uns zusammen ein Haus zu kaufen und zu bewohnen. Es gab selten eine Entscheidung, die sich für mich – buchstäblich auf zellulärer Ebene – als derart richtig erwiesen hat wie diese. Ich habe mit anderen Familienangehörigen genug vom intrinsischen Wahnsinn sog. „Seniorenheime“ und staatlicher Fürsorge gesehen, um instinktiv zu wissen, dass unsere Gesellschaft hier einen großen Fehler begeht und auch Schuld auf sich lädt. Hören Sie einfach auf Ihr eigenes Herz und versuchen Sie dabei, die Wirkungen jahrzehntelanger Gehirnwäsche durch das Tavistock Institut für einen Moment beiseite zu lassen. Abgesehen vom menschlichen Faktor könnte sich herausstellen, dass dadurch auch ein finanzieller Spielraum erwächst, der für die Umsetzung des Krisenplans höchstwillkommen sein kann.

Ab jetzt gezielt „in Urlaub fahren“

Das könnte eine weitere Strategie sein, um sich einen Fluchtpunkt in einer strategisch nützlichen Gegend aufzubauen: Fahren Sie ab jetzt immer wieder mal „auf Urlaub“ in eine Gegend, die Sie für sich als Fluchtpunkt identifiziert haben. Erstens wird dies Ihnen Gelegenheit geben, Ihre Intuition auf Richtigkeit hin zu überprüfen. Zweitens weiß man nie, was sich entwickelt. In den letzten Monaten habe ich zwei Leute getroffen, die im Rahmen solcher Urlaube auf Situationen gestoßen sind, die ihnen trotz knapper Budgets eine unerwartete Option eröffneten: Im einen Fall fand ein Bekannter im Rahmen einer saisonalen, freiwilligen Erntehilfe eine Berghütte auf einer Allgäuer Alpe, die er für nur 300 Euro mieten konnte. Mein anderer Bekannter hat ein kleines Ferienhäuschen für sich entdeckt, dessen Besitzerin schon so alt ist, dass sie daran denkt, es abzugeben. Es stellte sich für ihn bald heraus, dass er einer der Wenigen ist, der mit dieser Frau „kann“. Und jetzt, da er schon zum wiederholten Male ihr Häuschen über mehrere Wochen gemietet hat, stehen die Chancen nicht schlecht für ihn, es fest vermietet zu bekommen.

Anschluss an ein Alternativ-Projekt

Es gibt verschiedene Projekte für alternatives Leben auf dieser Welt, und wer sich vorstellen kann, mit einer solchen Gemeinschaft ideell zu harmonieren, für den bietet sich hier vielleicht eine Möglichkeit, die bei vergleichsweise geringem finanziellen Einsatz gleich mehrere Bedingungen bietet, die Überlebensvorteile aufweisen – in aller erster Linie würde ich hier den Vorteil der Gruppe gegenüber Einzelprojekten sehen. Zumal solche Gruppen vielleicht auch schon über die gröbsten Anfangsschwierigkeiten hinweg sind und man sich als Neu-Einsteiger mit etwas Geld in eine Situation einkaufen kann, in der man direkt loslegen kann. Ein paar Beispiele wären etwa das Projekt Tamera in Portugal beziehungswiese deren deutsche Dependance ZEGG; verschiedene Projekte, die man auf der Website von Patrick Geryl finden kann, die indische Stadt Auroville oder das Ökodorf 7 Linden. Vielleicht planen Sie einfach mal eine Rundreise zu diesen Orten. Danach sehen Sie bestimmt klarer, was Sie wollen bzw. können, und was nicht.

Kommentare

25. Juli 2011, 11:56 Uhr, permalink

Elmar Hatzelmann

Standortwahl 2010 Artikel.

Lieber Thomas, ich war schon in Auroville, Zegg und ÖKodorf 7 Linden.
Sind alle ziemlich am Ende bzw. kämpfen sich so durch. Schade.
Es fehlt noch das Ökodorf in Schottland, das ich 2004 besucht hatte - aber auch das Gleiche in Grün - keine Alternative.
Elmar

30. September 2011, 21:01 Uhr, permalink

wib

hallo
schaut mal bei folgenden Alternativen rein
co housing, Gänserndorf bei Wien
Helmut Deubner Entwickler für Gemeinschaftsprojekten
www.wiemanlebensoll.at und siehe diverse Links
cohousing Gänserndof hätte sicherlich auch interessierte Mitarbeiter für den Verlag...
Rückfragen gerne auch an uns bergwilly@yahoo.de

04. November 2011, 11:52 Uhr, permalink

Guerilla Ontologe

Hi Thomas!

Danke für Deinen Survival Scout! Ist wirklich sehr hilfreich!

Hier mal das Thema alternative Wohnprojekte/Alternativ Projekte:

Also, ich habe mit mehreren Leuten selber ein solches ins Leben gerufen und mußte am Schluß feststellen, das wenn man ein wirklich funktionierendes Konzept hat, welches auch geeignet sein könnte eine kleine Gruppe von Menschen auf den neuen 2012 Frequenzen durchs praktische Leben surfen zu lassen, es mit aller Macht bekämpft wird.
Warum? Weil es Vorbildfunktion hat und auch jeder Einzelne sich praktische Anregungen dann davon holen kann und das widerspricht dem "großen Spiel" (Thema Illuminaten) was gerade läuft.
Ich habe selbst zunächst nicht mitbekommen, warum damals so hinterlistig gegen uns gearbeitet wurde. Erst als ich aus dem Projekt raus war, habe ich ein paar Leute getroffen, die mit, auf der Weltbühne die Fäden ziehen, und mir gesagt haben, das JEDES Projekt gut ausgeforscht wird und das auch Mitglieder über Jahre in solchen Projekten mitmachen, um diese auszuforschen und ggf., falls nötig, zu Fall zu bringen.
Sobald alternative Projekte/Wohnprojekte/Wohndörfer etc. über "das übliche Maß" hinaus gehen, werden sie sabotiert bzw. i.d.R. unterwandert und mit neuen Zielen belegt.

Zitat aus j.v. Helsings Buch, "Geheimgesellschaften3, Ein Hochgradfreimaurer packt aus":
(...) Die neue Weltordnung und diese Abhängigkeit und Kontrolle muß nicht schlecht sein, sie kann ja auch zum Wohle der Menschheit sein, und sie soll ja zum Wohle der Menschheit sein. Aber trotzdem bleibt es in gewisser Weise eine Versklavung, weil sie die Menschen völlig unselbstständig macht und sie nicht mehr alleine lebensfähig sind. Kleine Gruppen können nicht mehr überleben. (...)

Dieser kleine Ausschnitt zeigt wohin es gehen soll. Man hat mir gesagt, das wenn es kleine Gruppen geben sollte, die ein alternatives Konzept haben sollten, und es auf andere übertragbar wäre (die Gefahr besteht das es vielen bekannt werden könnte), das dann eingegriffen würde!
Keiner solle mehr die Möglichkeit haben, unabhängig zu werden!
Ich hätte es selber nicht geglaubt, wenn ich es selber nicht erlebt hätte.
Es ist also Vorsicht geboten, wenn man in alternative Projekte geht!
Meine Erfahrung zeigt nun, das es besser ist, seine ganze Kraft für sich und seine Familie und "seinen Nächsten" einzusetzen und keine in alternativen Projekten zu vergeuden.

Jeder sollte natürlich seinen eigenen inneren Überzeugungen folgen, aber ich wollte diese Erfahrung hier einfach mal mitteilen, zumal es jetzt nicht mehr lange bis zum nächsten Stromausfall/Wirtschaftsausfall dauern wird!

HEITER WEITER

BdSO
der Guerilla Otzologe

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